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Veranstaltungen

Die 10. Ausgabe des Korea Independent Filmfestivals

    Veranstaltungszeitraum 20 Okt 2026 ~ 30 Okt 2026



Ticketkauf über das Kino Babylon (babylonberlin.eu)


Das Korea Independent Filmfestival (KoIFF) präsentiert jedes Jahr herausragende koreanische Independent-Filme in Berlin. Nun ist es wieder zurück!


Veranstaltungszeitraum: 20. - 30.10.26

Ort: Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin




Eröffnungsfilm: Becoming Kim 비커밍 킴 / 2026

Eröffnungsfilm, Q&A, [OmKorU], Südkorea/Deutschland 2026, R: Susanne Kim mit Susanne Kim, Jeong Rae Kim, 90 min


20.10., 19:30 Uhr (mit anschließendem Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin)

21.10., 20:00 Uhr (mit anschließendem Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin)

28.10., 20:00 Uhr


베독제-비커밍 킴


Der Film erhielt Einladungen zum Internationalen Dokumentarfilmfestival München und zum Jeonju International Film Festival


Zum ersten Mal in seiner zehnjährigen Geschichte wird das Korea Independent Filmfestival in Berlin mit einem Dokumentarfilm eröffnet. 

Susanne Kim erzählt mit Humor, Selbstironie und großer Offenheit von ihrer Ehe mit dem Koreaner Jeong Rae. Zwischen Deutschland und Korea, Familie und Beruf, Tradition und Gegenwart prallen unterschiedliche Erwartungen und Lebensentwürfe aufeinander.


Als Jeong Rae beschließt, nach Korea zurückzukehren und dort ein Hähnchenrestaurant zu eröffnen, gerät das gemeinsame Leben ins Wanken. Missverständnisse, kulturelle Unterschiede und familiäre Konflikte stellen die Beziehung auf die Probe. Gleichzeitig entsteht ein berührendes Porträt über Liebe, Zugehörigkeit und die Frage, was Familie bedeutet...



NIKO 니코 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Julien Levy mit Tiffany Young, Sandor Funtek, Soy Kim, 111 min

23.10., 21:30 Uhr

28.10., 19:30 Uhr


베독제-니코


Tiffany Young (Girls’ Generation) übernimmt hier ihre erste Hauptrolle in einem Spielfilm.

Im Seoul einer nahen Zukunft, das sich zu einer Dystopie entwickelt hat, lebt Niko als „letzter Romantiker seiner Zeit“. Er hilft Menschen, die sich ausgesperrt haben oder deren Türen defekt sind, während er gleichzeitig davon träumt, sein eigenes Drehbuch zu schreiben. Eines Tages verschwindet er jedoch spurlos.

In einer Welt, in der die Menschen unter ständiger Kontrolle stehen und Widerstand als Verbrechen gilt, wirkt Nikos Wunsch nach wahrer Liebe auf viele befremdlich. Der Film erzählt von Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als lieben zu dürfen. Mit seiner besonderen Atmosphäre und visuellen Textur zeichnet der Film ein vertrautes und zugleich fremdartiges Bild von Seoul.



The Fin 지느러미 / 2025

[OmeU] Süddkorea, 2025, R: Seyoung Park mit Yeji Yeon, Pureum Kim, Goh-woo, 83 min

21.10., 21:30 Uhr / 27.10., 21:30 Uhr

Eingeladen zum Locarno Film Festival, Sarajevo Film Festival und Sitges Film Festival


베독제-지느러미


„Ich glaube nicht, dass ich jemals ein blaues Meer gesehen habe. Der Himmel war rot gefärbt. Schwarze Regentropfen fielen in meinen Mund. Tropf. Tropf. Tropf.“

In einer wiedervereinigten Republik Korea der nahen Zukunft haben genetische Mutationen zur Entstehung der sogenannten „Omega“ geführt - Wesen mit Flossen, die von den Menschen überwacht und als Arbeitskräfte ausgebeutet werden. Als eines Tages ein Omega sein zugewiesenes Gebiet verlässt, nimmt die Beamtin Sujin die Verfolgung auf.

Der dystopische Science-Fiction-Film entwirft eine Welt, in der Omega und Menschen nebeneinander leben, jedoch durch Misstrauen und Ungleichheit voneinander getrennt sind.

Vor dem Hintergrund eines Koreas der nahen Zukunft erzählt „The Fin" davon, wie aus Angst neue Mythen entstehen. Mit seiner apokalyptischen Bildsprache und seiner eigenwilligen Vision einer zukünftigen Gesellschaft fand der Film international Beachtung und wurde zu zahlreichen renommierten Filmfestivals eingeladen.


Time of Cinema  극장의 시간들 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Jongpil Lee, Gaeun Yoon, Kunjae Jang mit Daemyeong Kim, Wonstein, Asung Ko, 94 min

23.10., 17:30 Uhr / 26.10., 17:00 Uhr



베독제-극장의 시간들



Eingeladen zum Busan International Film Festival und Seoul Independent Film Festival


Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Seouler Arthouse-Kinos Cinecube entstand dieser Episodenfilm, der aus drei Kurzfilmen besteht. Gemeinsam kreisen sie um Erinnerungen, Gedanken und Fragen zum Kino und zur Bedeutung des Films.

„Chimpanzee" erzählt von drei Freunden, die sich an ihre gemeinsame Vergangenheit und ihre Kinoerlebnisse erinnern. „Naturally" begleitet einen Regisseur, einen Schauspieler und einen Mitarbeiter bei Dreharbeiten mit einem Kinderdarsteller. Während sie durch die Nachbarschaft ziehen, setzen sie sich auf spielerische Weise mit der Frage auseinander, was natürliches Schauspiel eigentlich ausmacht. „The Time of Younghwa" ist die traumartige Geschichte von Younghwa aus Chuncheon, die in einem Kino in Seoul zufällig einer ehemaligen Mitschülerin begegnet.




The Mutation 사랑의 탄생 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Suwon Shin, mit Hyunmin Han, Jooyoung Lee, 107 min

27.10., 20:00 / 28.10., 20:00



베독제-사랑의 탄생



Ausgezeichnet als Bester Film beim Florence Korean Film Festival und gezeigt beim Busan International Film Festival.


Seo-o, ein schwarzer junger Mann, der als Kind koreanischer Eltern geboren wurde und sich selbst oft als Außenseiter erlebt, lebt getrennt von seiner Familie und arbeitet in einem Vergnügungspark. Nachdem er aufgrund von Überarbeitung zusammenbricht, gibt er sein gesamtes Erspartes für Designerkleidung und einen Koffer aus. Kurz darauf begegnet er im Park zufällig Sora, mit der er sich auf eine besondere Reise begibt.


Auch Sora befindet sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Auf der Suche nach ihrer ehemaligen Partnerin braucht sie ebenso sehr wie Seo-o jemanden an ihrer Seite. Wie so oft in den Filmen von Shin Su-won stehen gesellschaftliche Zuschreibungen und persönliche Heilung nebeneinander. Auf ihrer ungewöhnlichen Reise beginnen zwei Menschen, die von Vorurteilen geprägt und ausgegrenzt wurden, sich selbst neu zu begegnen.

Han Hyun-min, der zunächst als Model bekannt wurde, und Lee Ju-young überzeugen mit ihrem einfühlsamen Zusammenspiel und verleihen dieser Geschichte über Freundschaft, Selbstfindung und Wachstum besondere Wärme.




Leenalchi: The Birth of Tradi-Pop 이날치, 트래디팝의 탄생 / 2026

[OmeU], Südkorea, 2026, R: Byunghoon Lee mit JANG Younggyu, AHN Yiho, JEON Hyojung, 105 min

21.10., 19:30 Uhr / 28.10., 21:45 Uhr



베독제-이날치


Leenalchi ist eine Band, die koreanische traditionelle Musik neu interpretiert, indem sie Pansori mit modernem Bass und Schlagzeug verbindet.

Mit dem Song „Tiger Is Coming" gelang Leenalchi der internationale Durchbruch. Das Lied wurde durch ein Werbevideo der Korea Tourism Organization weltweit bekannt und sorgte mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Musik und Choreografie für große Aufmerksamkeit.


Doch auf den Erfolg folgten schwierige Zeiten: Mehrere Mitglieder verließen die Band, und interne Konflikte stellten ihre Zukunft infrage. Bandgründer Jang Young-gyu, selbst kein traditionell ausgebildeter Musiker, sucht daraufhin nach neuen Wegen, koreanische Tradition und zeitgenössische Popmusik miteinander zu verbinden. Mit einer neu formierten Besetzung steht Leenalchi schließlich kurz vor dem Eintritt in den US-Markt und vor der Herausforderung, sich auf internationaler Bühne neu zu behaupten.


Der Film eröffnet mit der mitreißenden Energie von „Tiger Is Coming" und erinnert zunächst an einen Konzertfilm. Im Mittelpunkt steht jedoch weniger der Ruhm der Band als vielmehr die bewegte Geschichte hinter ihrem Erfolg - eine Geschichte von Umbrüchen, Neuanfängen und der Suche nach einer eigenen musikalischen Identität.

Später geriet die Band durch mehrere Austritte von Mitgliedern in schwere interne Konflikte. Daraufhin sucht der Leiter Jang Young-gyu, der selbst kein traditioneller Musiker ist, nach einem Weg zwischen traditioneller koreanischer Musik und Popmusik. So beginnt für Leenalchi mit einer neu zusammengestellten Besetzung die Herausforderung, sich kurz vor dem geplanten Eintritt in den US-Markt international neu zu behaupten.

Der Film eröffnet wie ein Konzertfilm mit dem großen Hit „Tiger Is Coming“, richtet seinen Blick jedoch weniger auf den Ruhm der Band als auf die wechselvolle Zeit hinter ihrem Erfolg.



En Route To 지우러 가는 길 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Jaein Yoo mit Jiwon Lee, Sun Jang, Subin Sim, 106 min

27.10., 19:30 Uhr / 28.10., 17:30 Uhr



베독제-지우러 가는 길


Eingeladen zur Berlinale und zum Busan International Film Festival


Die Oberschülerin Yoonji ist von ihrem Klassenlehrer schwanger geworden, und der Lehrer ist plötzlich verschwunden. Yoonji glaubt, dass er zurückkommen wird, wenn sie das Kind abtreibt. Deshalb stiehlt sie das Geld ihrer Mitbewohnerin Gyeongseon und macht sich auf den Weg, um illegale Abtreibungsmedikamente zu besorgen.

„En Route To" reduziert Themen wie den weiblichen Körper, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch nicht auf einfache Schlagworte oder gesellschaftliche Debatten. Stattdessen erzählt der Film von jungen Menschen, deren Wunsch nach Selbstbestimmung immer wieder mit ihren Beziehungen, Sehnsüchten und eigenen Widersprüchen kollidiert.

Die Figuren greifen in das Leben der anderen ein, ohne einander wirklich verstehen oder Halt geben zu können. Gerade in diesen konfliktreichen Begegnungen werden sie jedoch mit sich selbst konfrontiert. Der Film zeigt, wie Selbstbestimmung nicht im Alleingang entsteht, sondern oft erst im Spannungsfeld zwischen Nähe, Abhängigkeit und Verantwortung ihren Platz findet.




The Ugly 얼굴 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Sangho Yeon mit Jeongmin Park, Haehyo Kwon, Hyunbeen Shin, 103 min

26.10., 20:00 Uhr / 29.10., 19:30 Uhr



베독제-얼굴


Eingeladen zum Toronto International Film Festival


Der blinde Siegelmeister Yeong-gyu und sein Sohn Dong-hwan erfahren, dass die sterblichen Überreste von Yeong-gyus Ehefrau Yeong-hui gefunden wurden, die vor 40 Jahren verschwunden war. Gemeinsam mit der Dokumentarfilmproduzentin Kim Su-jin suchen sie Menschen auf, die damals in einer Bekleidungsfabrik am Cheonggyecheon gearbeitet haben, und verfolgen die Erinnerungen an die Vergangenheit zurück... .

„The Ugly" ist nicht einfach ein Kriminalfilm auf der Suche nach einem Täter. Vielmehr erforscht er die Gründe für den Mord sowie die Bedeutung von Schönheit und Hässlichkeit. Indem der Film die unterdrückten Arbeiterinnen und Arbeiter der koreanischen Industrialisierung der 1970er Jahre denjenigen gegenüberstellt, die sie ausbeuteten, zeigt er zugleich, wie gesellschaftlich Benachteiligte selbst zu Tätern werden können. Der Film stellt die Frage: „Wie sieht das wahre Gesicht eines Monsters aus?“



The World of Love 세계의 주인 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Gaeun Yoon mit Subin Seo, Hyaejin Chang, 119 min

22.10., 19:30 Uhr / 24.10., 19:30 Uhr



베독제-세계의 주인


FIPRESCI-Preis beim Warschauer Internationalen Filmfestival, eingeladen zum Toronto International Film Festival


Die beliebte 18-jährige Klassensprecherin Lee Ju-in ist die Einzige an ihrer Schule, die sich weigert, eine Petition gegen die Entlassung eines verurteilten Kindersexualstraftäters zu unterschreiben. Während ihres Konflikts mit ihrem Freund Su-ho löst eine beiläufige Bemerkung von ihr große Verwirrung aus. Als sie anschließend sogar anonyme Nachrichten erhält, wird sie mit den Blicken der anderen und ihrer eigenen Wahrheit konfrontiert.

Anhand seiner Hauptfigur, die als Kind sexualisierte Gewalt innerhalb der Familie erlebt hat, beleuchtet der Film die Erwartungen und Vorurteile, mit denen Betroffene konfrontiert werden. Zugleich erzählt er von den Herausforderungen des Erwachsenwerdens, von jugendlicher Sexualität sowie von den komplexen Beziehungen innerhalb von Familien und Freundeskreisen. Ausgangspunkt des Films ist die Frage, warum es trotz der Alltäglichkeit von sexualisierter Gewalt und Trauma so wenige Möglichkeiten gibt, darüber zu sprechen. Als einziger koreanischer unabhängiger Spielfilm des Jahres 2025 erreichte er mehr als 200.000 Kinobesucherinnen und Kinobesucher.




The Square 광장 / 2025

[OmeU], Südkorea, 2025, R: Bosol Kim mit Woonjong Jeon, Yujun Lee, Wonseok Seo, 73 min

23.10., 20:00 Uhr / 27.10., 20:00 Uhr



베독제-광장


Jurypreis beim Internationalen Animationsfilmfestival Annecy, eingeladen zum Udine Far East Film Festival


Der Animationsfilm „The Square" erzählt von der unerfüllbaren Liebe zwischen der schwedischen Diplomatin Bori, die in Pjöngjang stationiert ist, und dem Verkehrspolizisten Bok-ju. In der abgeschotteten Realität Nordkoreas muss ihre Beziehung verborgen bleiben und steht unter der ständigen Gefahr, aufzufliegen. Zusätzliche Spannung entsteht durch die Perspektive des Dolmetschers Ri Myeong-jun, der Bori überwacht und zwischen Loyalität und Beobachtung steht.

Statt auf farbenfrohe oder verspielte Bilder zu setzen, nutzt der Film das graue winterliche Pjöngjang und einen analogen 2D-Animationsstil, um Einsamkeit, Sehnsucht und die widersprüchlichen Gefühle seiner Figuren feinfühlig einzufangen. Mit seinem starken Drehbuch, der präzisen Regie und seinem unverwechselbaren visuellen Stil erzählt „The Square" von Menschlichkeit und Nähe in einer Gesellschaft, die von Kontrolle und Abschottung geprägt ist. Für seine Regie wurde der Film zudem beim Bucheon International Fantastic Film Festival ausgezeichnet.



Our Mother 우리 어머니 / 2017

[DE KorU], R: Song Su-jin, Dokumentarfilm, 58 min

*27.10., 18:00 Uhr (anschließend Publikumsgespräch in Anwesenheit der Regisseurin Song Su-jin) / 28.10., 19:00 Uhr



베독제-우리 어머니



In den 1960er- und 1970er-Jahren kamen viele junge Menschen aus Korea nach Deutschland. Sie arbeiteten als Bergleute in den Zechen und als Krankenschwestern in Krankenhäusern. Während einige später nach Korea zurückkehrten, blieben viele in Deutschland und bauten sich hier ein neues Leben auf. Doch wie erleben ihre Kinder das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen?


„Our Mother" begleitet fünf Menschen, deren Mütter als Krankenschwestern nach Deutschland kamen, und erzählt von ihren Erfahrungen als zweite Generation koreanischer Einwanderinnen und Einwanderer. Obwohl ihnen die deutsche Sprache oft näher ist als die koreanische, fühlen sie sich zugleich mit ihren koreanischen Wurzeln verbunden. Auch die Regisseurin Song Su-jin gehört selbst zur zweiten Generation koreanischer Einwanderinnen und Einwanderer aus einer Krankenschwesternfamilie.

Die diesjährige Vorführung hat eine besondere Bedeutung: Sie findet im 60. Jahr der Anwerbung koreanischer Krankenschwestern für Deutschland statt und erinnert an ein wichtiges Kapitel der deutsch-koreanischen Migrationsgeschichte.




Zum Korea Independent Filmfestival (KoIFF):


Das Festival wurde 2017 vom Koreanischen Kulturzentrum mit Unterstützung des Korean Film Council ins Leben gerufen. Seitdem hat es sich stetig weiterentwickelt und in der vielfältigen Berliner Festivallandschaft fest etabliert. Alljährlich finden in der Filmmetropole Berlin mehr als 70 kleine und große Filmfestivals statt, allen voran die Berlinale. Das KoIFF gilt inzwischen als cineastisches Highlight, dem Filmbegeisterte mit großer Vorfreude entgegenblicken.